unschlagbar bei Print on Demand und im professionellen Großformatdruck


Anders als im Offsetdruck wird beim Digitaldruck keine feste Druckvorlage (Druckform) benötigt, so dass jeder Bogen anders bedruckt werden kann. Das ermöglicht kostengünstig personalisierte Drucke wie Rechnungen, Kreditkartenabrechnungen, Kontoauszüge oder auch gezielt auf den Empfänger abgestimmte Werbung. Außerdem können mehrseitige Dokumente ohne Wechsel der Druckform sofort in der richtigen Reihenfolge gedruckt werden, ein späteres Zusammentragen (Sortieren) entfällt.
Digitaler Druck ist für kleinere Auflagenzahlen weitaus kostengünstiger als Offsetdruck. Personalisierte Drucke sind wirtschaftlich überhaupt nur im Digitaldruck möglich, mitunter werden z.B. bei der Katalogproduktion Digitaldruck einerseits und Offset- bzw. Tiefdruckverfahren andererseits kombiniert. Da inzwischen auch im recht neuen Digitaldruck die Preise fielen, erscheinen heute bereits viele Bücher (noch) unbekannter Autoren – teilweise auf eigenes Risiko oder über kleine Verlage – zu marktfähigen Preisen und in handelsüblicher Qualität.

Digitaldruck im Großformat

Für den Großformat Digitaldruck, zum Beispiel bei Werbeplanen, Spannbänder, Gerüstwerbung etc., gibt es mittlerweile Großdrucker mit vollendeter Technologie. Wie in etwa den SupraQ 3300-Pro von Keundo. Dieser Großdrucker zeichnet sich durch eine extrem hohe Produktivität (75qm/Std. bei 300x300dpi) aus. Die 6-Farb-Drucktechnik mot auf Solvent basierender Tinte sorgt für homogene Verläufe und hohen Kontrast. Mit dieser Technik lassen sich hochauflösende Werbeplanen und Gerüstplanen optimal bedrucken. Eine andere Form des Digitaldruck ist der Plattendirektdruck. Beim Plattendirektdruck wird unmittelbar auf den Grundplatten in Fotoqualität gedruckt. .

Keundo Supra

oben: Keundo SupraQ 3300-Pro (seit März 2007 im Betrieb beim Werbestudio designs66)

Beim Digitaldruck wird immer im CMYK Farbraum gedruckt. Dies ist vor allem beim Erstellen von Vorlagen von erheblicher Bedeutung. Druckvorlagen für den Digitaldruck die etwa in Panone, HKS-, RAL- oder anderen Farbschemata angelegt sind können im CMYK Digitaldruck oft weit von denen eines Siebdruckers abweichen. Oft ist es unumgänglich das man sich einen entsprechenden Andruck machen läßt. Wer auf Schmuckfarben setzt muss im Digitaldruck aufpassen und kommt wohl am Siebdruck nicht vorbei. Es gibt aber ziemlich genaue Umrechnungstabellen in denen man Siebdruckfarbtöne wie HKS oder Pantone in den Digitaldruck Farbraum CMYK umrechnen kann.

Digitaldruck ist Drucken auf Anfrage

Während Sie sich bei den meisten Druckverfahren schon früh auf eine bestimmte Auflage festlegen müssen, bleibt Ihnen dieses Risiko beim Digitaldruck erspart. Der Vorteil, der sich daraus ergibt, ist von entscheidender Bedeutung. Das sogenannte „Print on Demand“ (Drucken auf Anfrage) bringt Sie in die Lage, nur soviel Material zu drucken, wie Sie für den Augenblick benötigen. Das ist praktisch, weil Sie sich die Frage nach der Lagerung Ihrer Erzeugnisse nicht stellen müssen. Darüber hinaus verhindert es die Gefahr, mehr drucken zu lassen, als Sie eigentlich benötigen. Es ist nicht nur ärgerlich, wenn Sie auf Material sitzen bleiben, es kostet zudem auch noch Geld. Beim Digitaldruck kommen Ihre Vorlagen aus einem Layoutprogramm und können jederzeit wieder abgerufen werden. Nachdrucke stellen daher kein Problem dar. Und wenn Sie eine Vorlage ändern wollen, ist auch das mühelos möglich.

Wann was wie?

Natürlich ist nicht in jeder Situationen der Digitaldruck die optimale Lösung. Gerade wenn es um hohe Auflagen geht, sind andere Druckverfahren oft die bessere Lösung. Als groben Orientierungswert kann man annehmen, dass bei Auflagen bis 2.000 Stück am besten digital gedruckt wird, zwischen 2.000 und 100.000 Stück wird zumeist der Bogen-Offset-Druck verwendet. Bei Auflagen ab 100.000 Stück bietet sich der Rollen-Offset-Druck an. Allerdings holt der Digitaldruck auf bei höheren Auflagen immer mehr auf. Digitaldruck ist für nahezu jedes Druckverfahren eine ernst zu nehmende Konkurrenz.
Seine Stärken zeigt der digitale Druck auch bei der Verwendung von Laserdruckern oder Tintenstrahldruckern. Laserdrucker werden meist bei größeren Auflagen eingesetzt, Tintenstrahldrucker dagegen sind die richtige Wahl, wenn man großformatige Poster drucken will. Dabei erweist sich der Digitaldruck auch und besonders beim Buchdruck als sehr wirtschaftlich und logistisch wertoll, weil er so einfach zu handhaben ist.

Klare Vorteile des Digitaldruck

In den letzten Jahren hat sich in vielen Bereichen gezeigt, wo die Vorteile des Digitaldrucks liegen. So ist beispielsweise der Leinwanddruck oder das Herstellen von Fotobüchern in der Regel nur in kleinen Auflagen möglich. Druckverfahren, die umfangreiche Vorarbeiten mit sich ziehen, rentieren sich bei kleinen Auflagen jedoch nicht. Durch den digitalen Druck ist die Realisierung von kleinen Auflagen immer einfacher und kostengünstiger geworden.
Der vielleicht entscheidende Vorteil des Digitaldrucks liegt in der Personalisierung. Adress- oder Firmendaten können ohne großen Aufwand geändert werden, sodass Sie bei einem Umzug in neue Geschäftsräume nicht befürchten müssen, für viel Geld alles neu gestalten lassen zu müssen.
Auch das kurzfristige Drucken ist beim Digitaldruck kein Problem. Wenn Sie eine einzigartige Aktion, ein besonderes Produkt oder eine neue Dienstleistung bewerben wollen, ist das in der Regel mit einem Druck innerhalb von nur 24 Stunden möglich. Durch die aufwändigen Druckplatten und Rüstverfahren zeigen sich andere Druckverfahren hier deutlich unflexibler.

Immer in Bewegung

Die Schritte, die der Digitaldruck in den letzten Jahren seiner Entwicklung gemacht hat, waren nicht zu zahlreich, sondern auch groß. Und so konnten immer wieder Verbesserungen erzielt werden, die den Digitaldruck noch attraktiver machen. Das Ende dieser Entwicklungen ist nicht abzusehen, die Herausforderungen, die zu bewerkstelligen sind, motivieren die Hersteller zu immer neuen Techniken.
So ist es beispielsweise bisher nicht möglich, Veredelungen wie Prägungen bei Digitaldruck vorzunehmen. Doch damit wollen sich die Hersteller nicht zufriedengeben. Sie forschen bereits fieberhaft an der Entwicklung von 3D-Tonern. Die Idee dahinter ist ein Druckverfahren, das die Tinten schichtweise aufträgt. Auf diese Weise entsteht eine Art Relief, das künftig den Einsatz von Prägestempeln ersetzen könnte.
Am Ende seiner Möglichkeiten ist der Digitaldruck also noch lange nicht angekommen. Im Gegenteil, ist sieht eher so aus, als habe die Entwicklung gerade erst begonnen. Auf alles Weitere darf man gespannt sein.