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Offsetdruck
das gängigste Druckverfahren für Print-Medien (Visitenkarten, Flyer, Prospekte etc.) aller Art
Ein Herr namens Alois Senefelder war es, der im Jahr 1796 die Lithografie erfand, für die Steinplatten als Druckform genutzt wurden. Der Umgang mit Stein wurde schnell durch Zinkplatten abgelöst, denn Stein ist wenig geeignet zum Drucken. Dennoch legte Herr Senefelder den Grundstein für moderne Drucktechniken. Das Grundprinzip des Offsetdrucks entstand, als mit der Verwendung von Gummiwalzen begonnen wurde. Bis zur Produktion der ersten Offsetdruckmaschine sollte aber noch eine ganze Weile vergehen. Erst im Jahr 1907 konnte in Leipzig die erste Offsetdruckmaschine aufgestellt werden. Von diesem Moment an war der Erfolgsweg des Offsetdrucks nicht mehr aufzuhalten. Und das gilt bis zum heutigen Tage.
Einer der größten Vorteile des Offsetdrucks besteht in der Tatsache, dass bei dieser Technik kein „Abdruck“ entsteht. Solche Abdrücke entstehen beim Hochdruck, da das Verfahren ähnlich eines Stempels arbeitet. Wer schon einmal in ein altes Buch hineingesehen hat, der wird diese Abdrücke kennen. Für den Buchdruck ist das natürlich denkbar ungünstig. Bei Offsetdruck entsteht dieser Effekt nicht, daher ist er für den Buchdruck deutlich besser geeignet. Immer wieder hört man, dass der Digitaldruck dem Offsetdruck den Rang ablaufen würde, weil er schneller, praktischer und preisgünstiger sei. In vielen Fällen ist das tatsächlich so, doch es wäre falsch, würde man diese Aussage pauschal stehen lassen. Gerade wenn es auf hochwertigen Druck ankommt, punktet der Offsetdruck gegenüber dem Digitaldruck. Die Steuerung des Farbauftrages ist beim Offsetdruck viel feiner zu justieren als beim Digitaldruck, daher entstehen präzisere Ausdrucke von höherer Qualität.
Freunde des Digitaldrucks schwören darauf, dass bei diesem Verfahren keine Vorarbeiten nötig sind und sofort gedruckt werden kann. Dadurch werden die Aufträge besonders günstig. Wenn es aber um großen Auflagen geht, wird dennoch das Offsetdruckverfahren favorisiert. Ein genauerer Blick auf die Einrichtungszeit hilft, den Zusammenhang zwischen Auflagenhöhe und Vorarbeiten zu verstehen. Bevor beim Offsetdruck die erste Seite den Drucker verlässt, sind viele Arbeitsschritte nötig, die durchgeführt werden müssen. Um die optimale Qualität zu erreichen, muss die Maschine eingerichtet werden, zahlreiche Probedrucke müssen gemacht werden, bis das Ergebnis die gewünschte Brillanz zeigt. Was die Sache so schwierig und aufwändig macht, ist die Tatsache, dass für jede Druckplatte die Vorabreiten von vorn begonnen werden müssen. Das erklärt auch, dass sich Veränderungen beim Druck zeitlich und bezüglich der entstehenden Kosten immer auswirken. Kurzfristige Veränderungen sind beim Digitaldruck dagegen unproblematisch. Doch die Vorarbeit lohnt sich, wenn man beste Qualität wünscht. Die Technik des Offsetdrucks erzeugt nach wie vor die besten Ergebnisse, daran führt kein Weg vorbei. Die Einrichtungszeit, die bezahlt werden muss, ist dabei immer die gleiche. Es ist also für das Druckverfahren völlig unerheblich, ob 100 Exemplare oder 100.000 gedruckt werden. Aus diesem Grund rentiert sich das Offsetdruckverfahren im wesentlichen dann, wenn man hohe Auflagen drucken lassen will.
Um hochwertige Offsetdrucke zu erstellen, braucht es viel Erfahrung mit der Materie. Die besten Ergebnisse erzielt man daher, wenn man auf professionelle Druckereien zurückgreift, die sich im Bereich des Offsetdrucks auskennen und schon viele Aufträge erfolgreich bearbeitet haben. Die Vorabreiten sind beim Offsetdruck das Wichtigste. Und sie machen den Löwenanteil aus, wenn man sich die Kosten insgesamt betrachtet, die für den Kunden entstehen. Wenn die Vorarbeiten abgeschlossen sind, geht es sehr schnell. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Eine Offsetdruckmaschine ist in der Lage, bis zu 18.000 Bögen in der Stunde zu drucken.