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Glücklich kann sich schätzen, wer in den Genuss kommt, die Trikots des 1. FC Bayern München verkaufen zu können. Der Fanartikel wird jedes Jahr so oft verkauft, dass es tatsächlich nicht übertrieben ist, wenn man sagt, dass die Einnahmen der Trikotverkäufe höher sind als manch ein Gesamt-Etat kleinerer Vereine. Fanartikel sind einfach ein Garant für Erfolg. Wer auf die richtigen Produkte setzt, kann sich sicher sein, dass das Geschäft nach vorn losgeht.
Das ist doch wirklich eine geradezu paradiesische Vorstellung. Man verkauft sein Produkt, ohne dass man dafür einen Aufwand betreiben muss, der Schweißperlen auf der Stirn entstehen lässt. Normalerweise ist das natürlich auch undenkbar, denn wer etwas verkaufen will, muss dafür arbeiten, das weiß jeder Unternehmer. Selbstverständlich gilt das auch für Fanartikel. Man muss vieles bedenken, man muss planen, logistisches, organisatorisches und finanzielles Geschick ist gefragt. Dennoch muss man sich keine Sorgen darüber machen, ob das eigene Produkt auch beim Publikum ankommt. Man braucht keine aufwändige Vorarbeit zu leisten, um einen ausreichenden Bekanntheitsgrad zu schaffen und den Kunden die Botschaft zu verkünden: Seht her, was ich habe, vielleicht ist das interessant für Euch!
Diese Frage stellt sich schicht und ergreifend nicht, denn die Kunden, die Fanartikel kaufen, sind längst überzeugt. Wenn Sie die Trikots vom FC Bayern München verkaufen, werden Sie keinen Fan davon überzeugen müssen, dass die Spieler in den rot-weißen Trikots ausgezeichnete Fußballer sind. Sie müssen niemandem in mühseliger Kleinarbeit klar machen, das Arjen Robben oder Franck Ribéry Weltstars sind und sie werden auch keine Überzeugungsarbeit hinsichtlich der Frage leisten müssen, ob der FC Bayern München um die Meisterschaft in der Bundesliga mitspielt oder nicht. Die Fans wissen das und würden Sie eher befremdet ansehen, würden Sie versuchen, derlei Argumente anzustimmen, um die Trikots der Bayern zu verkaufen.
Nicht jeder ist in der komfortablen Lage, an den Trikots der Bayern mitzuverdienen. Aber es gibt schließlich noch viel mehr Fanartikel, die Sie für sich nutzen können. Entscheidend ist dabei weniger der Artikel selbst, sondern das Gespür dafür, auf welches Pferd Sie setzen müssen. Wer vor einigen Jahren aufmerksam die Buch- und Filmszene verfolgt hat, der wird irgendwann gespürt haben, dass mit einem fiktiven Jungen namens Harry Potter möglicherweise einmal gutes Geld verdient werden kann. Wer dagegen eher der Meinung war, dass es Wichtigeres gibt als sich mit „Kinder-Kram“ zu beschäftigen, hat den Startschuss in eine neue Ära der Fanartikel wahrscheinlich verpasst. Inzwischen sind T-Shirts, Becher, Tassen, Teller, Zauberstäbe, Hüte und Brillen weltweit zu Verkaufsschlagern geworden, die mittlerweile eine eigene Industrie darstellen. Mit den Fanartikeln, die nach den Harry Potter-Büchern und -Verflimungen umgesetzt wurden, wurde so viel Geld umgesetzt, dass sich das eine oder andere Unternehmen daran eine richtig goldene Nase verdienen konnte.
Wer mit Fanartikeln werden möchte, sollte sich genau überlegen, mit welchem Thema er das tun möchte. Es ist vielleicht wirklich nicht optimal, wenn man keinen Sinn für „Kinder-Kram“ hat, für Harry Potter zu werben. Andererseits kann man die Sache natürlich auch ganz pragmatisch betrachten. Man muss schließlich kein Fan von Fantasy- oder Comicfiguren sein, um bedruckte Tassen, Fahnen, Wimpel, T-Shirts, Rücksäcke oder Caps herzustellen.
Entscheidend ist letztlich, dass die Fangemeinde groß genug ist. Fanartikel bieten zahlreiche Möglichkeiten, um damit zu werben und den richtigen Ton zu treffen. Und wenn das gelingt, kann man auch auf gute Ergebnisse hoffen.
Schließlich muss man auch kein Vampir sein, um Fanartikel für die Kultbücher und -filme „Biss zum Morgengrauen“ herzustellen. Wenn man aber erst einmal Blut geleckt hat, kann das Geschäft mit Fanartikeln richtig Spaß machen.