Niedrigzinsen und hohe Preise – Immomakler im Jahr 2020

Der Berufsstand der Immomakler hatte sicher schon einmal schlechtere Zeiten zu durchleben, wenn man es auf die schiere Anzahl von Interessenten bezüglich Immobilienkauf bezieht. Auf der anderen Seite dürften es ruhig mehr hochklassige Objekte sein, die verkauft werden müssen, doch das ist leider selten der Fall. Der seit Jahren schon vorherrschende Verkäufermarkt hat zur Folge, dass auch zweitklassige Immobilien, die unter früheren Umständen als Ladenhüter gegolten hätten, mithilfe eines findigen Maklers schnell ihre Besitzer wechseln können.

Doch warum sollte man als Verkäufer einer Immobilie einen ortsansässigen Makler persönlich mit der Sache beauftragen, wenn man doch die Möglichkeit hat, oftmals schon zuvor unter der Hand Interessenten zu finden oder einschlägige Portale im Netz ohne Verkäuferprovision zu nutzen?

Eine Antwort darauf lässt sich ganz leicht feststellen: für viele Immobilienbesitzer ist die persönliche Betreuung nach wie vor sehr wichtig. Dessen muss sich der Makler klar sein und diesen Vorteil gegenüber Internetplattformen auch konsequent propagieren bzw. damit werben. Nur wenn der Makler bereits bei den ersten Gesprächen einen kompetenten und vorausschauenden Eindruck erweckt, wird er seine Chance erhöhen, den Maklerauftrag letztendlich auch zu erhalten und damit Verdienst zu schreiben. Eng damit verknüpft ist der nicht zu unterschätzende Effekt der Mundpropaganda, der gerade in ländlichen Gegenden allgegenwärtig ist. Wenn man sich erst einmal einen guten Ruf erarbeitet hat, ist es zwar leicht, ihn zu verlieren, aber es erfordert Fingerspitzengefühl und Mitdenken, ihn auch zu behalten.

Eine persönliche Empfehlung von Klienten gegenüber anderen potenziellen Klienten ist daher für eine Vielzahl an Aufträgen unerlässlich. Um die Weiterempfehlungsquote zu erhöhen, erscheint der dezente Hinweis darauf unerlässlich. Ähnlich verhält es sich mit den Immobilien selbst, die ein Makler letztendlich in sein Portfolio aufnimmt. Je nach angestrebter Klientel muss man unter Umständen ein wenig wählerischer sein, wenn es um die Bewertung verschiedener Objekte geht.

Klassische Werbekanäle wie das Internet oder lokale Fernsehsender dürften für einen regional tätigen Makler eher weniger geeignet sein. Vielmehr empfiehlt sich die verstärkte Nutzung von Printmedien (Tageszeitungen, lokale Amtsblätter, Magazine) zur Anzeigenschaltung, wobei eines nicht außer Acht gelassen werden darf: spätestens beim fünften Makler, der mich bezüglich meiner Immobilie kontaktiert, würde ich als Verkäufer abschalten.

Daher sollte auch gelten: weniger ist mehr!

Ähnliches kann man für die Maklerprovision behaupten, wobei dies mit Vorsicht zu genießen ist. Nur wer genügend Objekte im Portfolio hat, kann es sich leisten, die Provisionen auch unter die vielleicht maximal erzielbaren Prozentsätze zu senken. Eine gesunde Einstellung zur Maklerprovision kann über Auftrag oder Nicht-Auftrag entscheidend sein, gerade in Zeiten, wo es nicht mehr selbstverständlich ist, als Verkäufer überhaupt Provision zahlen zu müssen!

Ein weiterer wichtiger Punkt sind natürlich die allseits beliebten Connections, sprich Vitamin B. Viele Makler vor allem im städtischen Raum arbeiten eng mit Baufirmen und Architekten zusammen und haben so über die Jahre eine funktionierende Koexistenz geschaffen. Man kann sich hierbei die Arbeit gut teilen und somit in beiderseitigem Interesse von guten Neubauprojekten profitieren, an die man sonst im zweiten Anlauf überhaupt nicht kommen würde.

Ein Problem gerade in Städten dürfte die Vielzahl an profilierten Konkurrenten darstellen. Hierbei kann ein Verbund von überregional zusammenarbeitenden Maklern vielleicht in der Lage sein, mehr Fläche abzudecken und somit die Ressourcen zu bündeln.
Zusammenfassend sind vor allem der persönliche Kontakt mit Klienten, die Mundpropaganda, persönliche Weiterempfehlungen und eine Anpassung der Maklerprovision zu Werbezwecken (Sonderangebote etc.) wichtig, um als Makler erfolgreich für sich zu werben.

 

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