T-Shirts zu beflocken stellt schon seit Jahrzehnten eine alternative zu konventionellen Druckmethoden dar. Durch das Beflocken erhält der bedruckte Bereich eine über den Rest des Textils erhabene Struktur. Zudem zeichnen sich die beflockten Bereich durch ihre sehr weiche und samtartige Haptik aus. Die Beflockung wird daher traditionell für Textilveredelung im hochwertigen Bereich eingesetzt. Sie hebt sich von anderen Druckverfahren ab und macht aus einem einfachen Shirt ein Textil, das zum Beispiel als Werbeträger oder Sportbekleidung eine deutlich bessere Wertigkeit vermittelt.

T-Shirt Flock

Wie die Beflockung von T-Shirts funktioniert

Heute gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten, um T-Shirts zu beflocken. Zunächst ist hier die traditionelle Methode zu nennen. Bei dieser werden die Textilien tatsächlich noch mit einzelnen Textilfasern beflockt. Hierzu wird an den zu bedruckenden Stellen zunächst ein spezieller Textilkleber aufgetragen. Anschließend wird das Shirt auf einer Metallplatte positioniert. Mithilfe eines Feldgenerators wird nun ein elektromagnetisches Feld erzeugt. Dadurch erfolgt eine statische Aufladung des Textils. Um nun T-Shirts zu beflocken werden die Textilfasern aus einem darüber hängenden Behälter auf die statisch aufgeladenen Textilien geschossen.

Dort haften Sie an den Stellen, die zuvor mit Kleber versehen wurden. Nicht mit Kleber bestrichene Stelle geben die Textilfasern wieder ab. Nachdem alle zu bedruckenden Flächen mit Fasern bedeckt sind, erfolgt die Trocknung. Diese wird üblicherweise in einem Trockentunnel vorgenommen. Diesen durchlaufen die beflockten Shirts nacheinander. Wenn Sie am anderen Ende wieder herauskommen, ist der Kleber getrocknet und die Beflockung vollständig. Dieses Verfahren wird bereits seit Jahrzehnten genutzt, um T-Shirts zu beflocken. Es ist jedoch sehr aufwendig. Aus diesem Grund bieten es nur noch vereinzelte Druckdienstleister für große Stückzahlen an.

Weitaus weniger aufwendig ist der sogenannte Flockdruck. Dieser erfolgt mithilfe sogenannter Flockfolien. Diese bestehen auf der Oberseite aus den besagten Textilfasern. Die Rückseite hingegen ist eine Schmelzkleberschicht, die im Heißsiegelverfahren unter hoher Temperatur und hohem Druck auf das Textil gepresst wird. Hierfür ist es zunächst nötig, das gewünschte Motiv aus dieser Flockfolie auszuschneiden. Dafür nutzen die Druckdienstleister sogenannte Schneideplotter. Sie schneiden mit einem haarfeinen Messer die Motive aus. Anschließend werden die nicht benötigten Folienstücke entfernt. Man spricht dabei von der Entgitterung.

Siebdruck

Zurück bleibt nur das Motiv auf einer transparenten Trägerfolie. Mit deren Hilfe positioniert man nun das Druckmotiv auf dem Textil und kann anschließend t-Shirts beflocken, indem diese mit der Folie in einer Transferpresse verpresst werden. Dieses Verfahren ist mittlerweile weit verbreitet. Durch bedruckbare Flockfolien sind mit dieser Variante problemlos vielfarbige oder gar fotorealistische Beflockungen möglich. Es ermöglicht die Produktion selbst kleiner Stückzahlen zu günstigen Konditionen und ganz ohne Vorkosten. Dies stellt einen deutlichen Vorteil gegenüber der klassischen Methode dar, um T-Shirts zu beflocken. Denn für diese muss zunächst ein Negativfilm erstellt werden, um den Kleber auf das Textil aufbringen zu können.

Haltbarkeit und Pflege von beflockten T-Shirts

Sowohl maschinell als auch per Flockdruck beflockte T-Shirts sind für Maschinenwäsche geeignet. Damit die Beflockung auch nach langer Zeit noch ansprechend aussieht, sind jedoch einige Grundregeln zwingend zu beachten. Zunächst einmal sollten Sie beflockte Textilien stets auf links waschen. Weiterhin ist es von Vorteil, sie nicht zusammen mit fusselnden Textilien zu waschen. Beides stellt sicher, dass sich auf der Beflockung unansehnliche Fusseln ablagern.

Diese müssen sonst anschließend mit viel Aufwand manuell entfernt werden. Vor allem wenn Sie T-Shirts beflocken lassen und hierfür den Flockdruck wählen müssen Sie beim Bügeln Vorsicht walten lassen. Solchermaßen veredelte T-Shirts dürfen ausschließlich bei niedrigen Temperaturen und auf links gebügelt werden. Sonst könnte sich die Heißsiegelschicht der Flockfolie vom Textil ablösen, was die Haltbarkeit des Textils negativ beeinflusst. Bei richtiger Pflege halten beflockte T-Shirts durchaus einige Jahre und begeistern auch nach vielmaligem Waschen noch mit ihrer einzigartigen Haptik im bedruckten Bereich.

Wo Sie T-Shirts beflocken lassen können

Durch die Verbreitung des Flockdrucks gibt es heute deutlich mehr Anbieter, bei denen Sie T-Shirts beflocken lassen können, als noch vor einigen Jahren. shirt-gestalten.com im Web etwa bietet alles zum Shirt beflocken, von ausführlichen Infos bis hin zu einem Online-Gestaltungstool. Darüber hinaus ist diese Dienstleistung bei vielen lokalen Anbietern erhältlich. Zu diesen zählen neben Betrieben aus der Werbetechnik und der Druckereibranche auch renommierte Siebdruck-Unternehmen sowie Copyshops, die über die nötige technische Ausstattung verfügen. Ein Preisvergleich zwischen verschiedenen Anbietern kann sich also durchaus lohnen.

T-Shirts gestalten

Wichtig ist, dass Flockdruck vor allem für kleinere Stückzahlen geeignet ist. Denn es entstehen zwar keine Vorkosten, aber im Vergleich zur klassischen Beflockung sind dafür die Materialkosten erheblich höher. Und diese reduzieren sich auch bei großen Stückzahlen nicht Wesentlich. Möchten Sie also einige Hundert T-Shirts beflocken lassen, dann ist die klassische Variante im Hinblick auf die Kosten die deutlich bessere Wahl.

Mögliche Alternativen zur Beflockung

Trotz der einzigartig weichen Haptik und des erhabenen Druckbilds ist es nicht jedermanns Sache, T-Shirts beflocken zu lassen. Es existieren jedoch zahlreiche Alternativen für den Druck auf T-Shirts und andere Textilien. Meist werden diese sogar von den gleichen Dienstleistern angeboten. Zu den beliebtesten Druckverfahren im Bereich der Textilveredelung zählt heute der Flexdruck. Er ist dem Flockdruck sehr ähnlich und basiert auf den gleichen Prinzipien. Einziger Unterschied ist die Beschaffenheit der verwendeten Druckfolien.

Weitere Alternativen zum Flocken sind der klassische Siebdruck, der durch innovative Farben und Materialien auch in diesem Jahrtausend noch zeitgemäß ist. Nicht zuletzt besteht die Möglichkeit, mit geeigneten Druckern und Tinten direkt auf ein T-Shirt zu drucken. Diese Methode ist noch nicht allzu weit verbreitet, aber zukunftsweisend und im Hinblick auf die Druckqualität nahezu unschlagbar.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.