Den idealen Zeitpunkt für den Schritt in die Selbstständigkeit gibt es zwar meistens nicht, momentan scheint die Ausgangssituation aber sehr günstig zu sein – denn die Werbebranche boomt. Spielen Sie mit dem Gedanken, eine eigene Werbeagentur zu gründen oder wollen Sie als Freiberufler tätig sein? Dann haben wir in diesem Artikel ein paar Tipps für Sie, die Sie unbedingt berücksichtigen sollten.

© kozirsky/shutterstock

1.    Finden Sie Ihr Alleinstellungsmerkmal

Die Werbebranche ist äußerst vielseitig und bietet daher ausreichend Potenzial, sich flexibel zu entfalten. Sie können allerdings niemals alle Facetten zu 100 Prozent abdecken. Das ist schlichtweg nicht möglich. Entscheiden Sie frühzeitig, in welchem Bereich Ihre Stärken liegen und arbeiten Sie anschließend ein Alleinstellungsmerkmal heraus, was Sie von Ihren Mitbewerbern abhebt. Denken Sie immer daran, die Konkurrenz ist groß. Sie müssen daher etwas finden, was Sie besser können als die anderen.

2.    Geschäftsmodell individuell gestalten

Dafür bietet sich ein ausführlicher Businessplan an (hier finden Sie eine kostenlose Excel-Vorlage). Dieser ist enorm wichtig, denn er gibt sowohl Ihnen als auch potenziellen Partnern Planungssicherheit. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, führen Sie eine Marktanalyse durch, behalten Sie die Konkurrenz im Blick und machen Sie sich klar, was Ihr Kerngeschäft sein soll. Denn in der Regel reicht eine gute Geschäftsidee nicht aus, um langfristig auf dem Markt zu bestehen. Eine Unternehmensgründung ist zudem keine Sache von Minuten, sondern bedarf ausreichend Vorbereitung. Überstürzen Sie also nichts.

3.    Behalten Sie Ihre Finanzen im Blick

Geld spielt selbstverständlich in der Gründungsphase ebenfalls eine große Rolle. Den finanziellen Aspekt Ihres Vorhabens dürfen Sie daher niemals aus den Augen verlieren. So mancher Jungunternehmer scheiterte bei der Selbstständigkeit, weil man den Bedarf zu niedrig einkalkuliert hat. Gehen Sie realistisch an die Sache heran und berücksichtigen Sie folgende Kostenfaktoren:

  • Behördenanmeldungen
  • Erstausstattung Ihres Unternehmens
  • Räumlichkeiten
  • Anfallende Nebenkosten
  • Personalkosten
  • Ausgaben fürs Marketing

Ausschlaggebend für die weitere Planung ist die Höhe des verfügbaren Eigenkapitals. Je besser Sie finanziell ausgestattet sind, umso weniger externe Geldgeber sind notwendig – und umso flexibler können Sie agieren. Informieren Sie sich ausführlich über das aktuelle Angebot von Fördermitteln. Sie stellen eine lukrative Alternative zu herkömmlichen Bankkrediten oder Investoren dar. Dieser Fördermittel-Finder kann Ihnen dabei helfen, eine geeignete Vorauswahl zu treffen.

4.    Beachten Sie rechtliche Regelungen

Für viele Unternehmen ist die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ein heikles Thema. Diese besagt, dass Firmen die persönlichen Daten Dritter nicht einfach sammeln und weiterverarbeiten dürfen. Als Dienstleister sind Sie dazu verpflichtet, sich über dieses Thema hinreichend zu informieren, sonst droht eine Abmahnung der zuständigen Aufsichtsbehörde. Im Rahmen Ihrer beruflichen Tätigkeit gelangen Sie automatisch an viele Daten Ihrer Kunden. Eine umsichtige Handhabung ist daher essentiell für Ihren langfristigen Erfolg. Es gibt jedoch weitere rechtliche Regelungen, die für Sie interessant sein könnten – zum Beispiel das Urheberrecht.

Wenn Sie im Bereich Content-Marketing tätig sein wollen, werden Sie unausweichlich irgendwann mit Bildern für Ihre Texte arbeiten müssen. Es wäre ratsam, wenn Sie sich frühzeitig mit Ihrem Rechtsbeistand zusammensetzen und Themen wie AGB, Impressum, Datenschutz und Urheberrecht ansprechen. So sind Sie stets auf der sicheren Seite.

5.    Achten Sie auf gute Werbung

Wenn Sie in der Werbebranche tätig sind, dann sollten Sie etwas von Werbung verstehen. Dazu zählen Dinge wie guter Content, ein aussagekräftiger Blickfang und ein gutes Design/Layout. Beginnen Sie daher zunächst damit, Ihr eigenes Corporate Design zu erstellen. So erhöhen Sie von Anfang an Ihren Wiedererkennungswert. Ein Marken-Logo oder –schriftzug sind ebenfalls geeignet, um die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden zu erhalten. Im Anschluss müssen Sie sich Gedanken um Ihre Marketing-Strategie machen.

Zu Beginn Ihrer Karriere verfügen Sie eventuell noch nicht über ein umfangreiches Budget – fangen Sie daher klein an. Ideal sind Streuartikel wie Flyer, Broschüren und Visitenkarten. Die Produkte sind nicht sonderlich teuer. Achten Sie bei der Quantität trotzdem auf Qualität. Minderwertiges Papier hinterlässt schnell einen faden Beigeschmack. Starten Sie parallel dazu Ihren Social-Media-Auftritt auf Facebook, Twitter oder Instagram. Dort können Sie Zielgruppen verschiedenen Alters erreichen. Wir raten generell zu einem Marketing-Mix. Hilfreiche Informationen dazu finden Sie u.a. hier.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.