Der automatische Versand von E-Mails und elektronischen Newslettern läutete eine neue Ära im Direktmarketing und in der Kommunikation mit Bestandskunden ein. Endlich keine Porto- und Versandkosten mehr, endlich die Öffnungsrate messen können, endlich die horrenden Kosten für den Druck der Werbemittel sparen! Doch schon nach kurzer Zeit machte sich eine gewisse Ernüchterung breit, wie Printweb-Geschäftsführer Ralph Hadem in diesem Gastartikel beschreibt …

Apps für Smartphones

Wie mit jeder neuen Idee, zeigten sich auch in der E-Mail-Kommunikation schnell beide Seiten der Medaille. Denn wenn alle Menschen regelmäßig E Mails versenden und die Menge digitaler Werbesendungen sprunghaft ansteigt, verändert sich auch die Bereitschaft, die als Werbung erkannten Nachrichten zu lesen. Die Grenze zu Spam ist fließend und die Empfänger sind von Newslettern mehr und mehr genervt. Wenn jeder weiß, dass die Herstellung und der Versand einer E-Mail nichts (oder im Verhältnis nur sehr wenig) kostet, ist auch die Wertschätzung gegenüber elektronischer Kommunikation nur noch äußerst gering.

Welches Unternehmen möchte schon den Eindruck erwecken, an seinen Kunden sparen zu wollen? Wer will seine Zielgruppe mit Spam-Nachrichten vergraulen? Aus diesen Gründen lässt sich die gedruckte Werbung keineswegs durch den elektronischen Versand ersetzen, sondern höchstens um diesen ergänzen.
Ich sehe was, das Du nicht siehst …

Drei Vorteile bieten gedruckte Newsletter und Werbesendungen gegenüber den digitalen Varianten:

  1. Beim Kampf um die Aufmerksamkeit der gewünschten Zielgruppe kommt es darauf an, alle Sinne anzusprechen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass Printwerbung länger im Gedächtnis bleibt als es elektronische Medien vermögen. Durch das haptische Erlebnis sind Areale im Gehirn getriggert, die sich digital nicht reizen lassen.
  2. Print ist perfekt für A- oder VIP-Kunden, denn für eine solche Zielgruppe eignen sich vor allem hochwertige, außergewöhnliche und gedruckte Formen der Kommunikation. Gerade weil die digitale Drucktechnik inzwischen immer rasantere Fortschritte macht, ist auch die Produktion kleiner Auflagen, außergewöhnlicher Formate oder besonderer Materialien keine ernstzunehmende Hürde mehr.
  3. Die Vielfalt und der Variantenreichtum in gedruckter Werbung sind enorm. Statt eines herkömmlichen Newsletters lassen sich mit pfiffigen Ideen viele kreative Beispiele für den Einsatz von Printmailings finden, etwa wasserfeste Visitenkarten aus Kunststoff, persönliche Give-Aways oder Werbegeschenke, individuelle Dispenser und Displays, die Verwendung von partiellem Relieflack oder formgestanzte Werbemittel.

Gemeinsam sind wir stark

Anstatt die Kanäle gegeneinander auszuspielen, sollten Sie E-Mailings und Printwerbung gezielt miteinander kombinieren. Überlegen Sie doch einmal, die nächste Einladung zur Messe oder zu einem Event zweigleisig zu produzieren – eine hochwertige, gedruckte Variante für die Premium-Zielgruppe in kleiner Auflage, eine günstige Lösung für sonstige Interessenten. Auch in Verbindung mit einem gezielten Newsletter oder einer personalisierten Website („PURL“) lässt sich die Responsequote noch einmal steigern. Die Mehrkosten sind im Verhältnis gesehen gering, aber Sie hinterlassen einen bleibenden Eindruck bei Ihren wichtigsten Kunden.